Mandalay - Tempel, Pagoden und Klöster

Mandalay und umgebung

Ausgeruht, nach 8 Stunden Fahrt im VIP Bus von Yangon, haben wir nun Mandalay erreicht.

Mandalay ist das kulturelle Zentrum Myanmar´s. Neben heiligen Stätten, wie der Mahamuni Pagode, gibt es zahlreiche Pagoden und Klöster. Man kann gut 3 bis 4 Tage in Mandalay verbringen, denn es gibt viel zu sehen, z.B. „Das größte Buch der Welt“, den Königspalast, der einer Stadt in der Stadt gleicht, und die berühmte U Bein Brücke in Amarapura. In diesem Bericht erfährst Du mehr über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und es gibt wieder Tipps und Tricks zum Taxi fahren.

 

Video: Weltreise Vlog #3 - Tempel, Pagoden & Klöster in Mandalay

planung der sehenswürdigkeiten in mandalay

Im Norden der Stadt liegt der Mandalay Hill, die Kuthodaw Pagode „Das größte Buch der Welt“ und das Shwenandaw Kloster. Auf dem Hin- oder Rückweg bietet sich noch ein Abstecher zum Königspalast an. Dieser kann nur vom Osteingang betreten werden. Da diese Stationen nah bei einander liegen, macht es Sinn diese Sehenswürdigkeiten an einem halben Tag zu besichtigen.

 

Die Mingun Pagode liegt eine Stunde flussaufwärts von Mandalay. Dies ist ein Halbtagesausflug, der am Morgen geplant werden kann.  Die Fähre nach Mingun fährt nur 1 mal am Tag um 09:00 morgens. Sonst musst Du ein Boot mieten.

 

Im Süden von Mandalay liegt die Mahamuni Pagode, diese kann auf dem Weg nach Sagaing, Inwa und Amarapura an einem Tag besucht werden. Für diesen Ausflug kannst Du Dir ein Taxi für den Tag mieten. Die Preise sind ganz unterschiedlich, je nach Verhandlungsgeschick. Wir hatten einen halben Tag für die Mahamuni Pagode, Sagaing Hill und Amarapura geplant und mit dem Fahrer K 22.000 für 2 Personen vereinbart. Win war sehr nett, konnte gut Englisch und hat uns vieles über den Buddhismus und die Sehenswürdigkeiten erklärt.

Kontakt:  

Win Myint Aye

Tel.: 09-444003415 oder 09-971140947

 

Es gibt für die Sehenswürdigkeiten von Mandalay, Sagaing, Inwa und Amarapura ein Kombi Ticket von K 10.000 pro Person. Trotzdem wird oben am Mandalay Hill noch einmal eine extra Gebühr von K 2.000 pro Person verlangt. Auch in Mingun muss eine sogenannte „Archäologische Gebühr“ von K 5.000 pro Person bezahlt werden. Geldmacherei, die sich irgendjemand in die Tasche steckt, aber zum Erhalt der Sehenswürdigkeiten dienen diese Gelder sicher nicht. 

Shwenandaw Pagode

Diese Pagode, einst die Privatgemächer König Mindons, ist eigentlich Teil des alten Königspalastes. Das Gebäude wurde glücklicherweise noch vor dem großen Brand im Jahr 1945 versetzt, somit bekommen wir Jahre später noch einen Eindruck davon, wie der Königspalast einmal ausgesehen haben muss.

 

Kuthodaw Pagode - „Das größte Buch der Welt“

Im Zentrum befindet sich die goldene Stupa und drumherum reihen sich weiße Tempel mit jeweils einer Steintafel, auf der die Lehre des Buddhismus geschrieben ist. Insgesamt gibt es 729 Tafeln, daher wird diese Pagode als „Das größte Buch der Welt“ bezeichnet. 

Wir wurden von einem Mönch angesprochen, er wollte uns die Pagode erklären und führte uns also herum. Nachdem wir uns alles angesehen hatten, lockte er uns in eine etwas abgelegenere Ecke und wollte Geld für die Führung haben, und zwar 30 USD. Eine Spende, wie er sagte, damit er sich eine neue Robe kaufen kann. Wir haben dies abgelehnt, da wir natürlich dachten, dass er einfach nur Englisch üben und nett sein wollte. Ich habe ihm K 6.000 angeboten, was für diese Dreistigkeit immer noch zu viel war. 

Marnix war total enttäuscht, da er sehr vom Buddhismus angetan ist und dachte, Mönche wären alle so selbstlos. 

Achtung: Nicht jeder Mönch, bzw. Mann in einer Mönchsrobe hat die allerbesten Absichten. 

Mandalay Hill

Nach dem Besuch der Kuthodaw Pagode geht es auf zum Mandalay Hill. Du kannst Dich von einem Taxi hoch fahren lassen, aber wo bleibt der Spaß ☺ Die Aussicht muss man sich erst verdienen. Der Aufstieg über die 1.700 Stufen dauert ca. 40 Minuten. Auf dem Weg liegen viele kleine Pagoden, an denen Du verschnaufen kannst. Wenn Du denkst, es geht nicht mehr weiter, dann tauchen hinter der Pagode auf einmal noch mehr Stufen auf, bis Du endlich die Su Taung Pyi Pagode auf dem Mandalay Hill erreicht hast. Unbedingt viel Wasser mitnehmen, da dies auf dem Weg nach oben anstatt K 300 auf einmal K 500 kostet.

 

Mahamuni Pagode

Die Shwedagon Pagode, der Goldene Felsen und die Mahamuni Pagode gehören zu den heiligsten Stätten des Buddhismus in Myanmar.

Die Gläubigen bringen an der Stelle des Körpers der Buddha Statue seit Jahren neues Blattgold an, wo sie auch selbst Schmerzen haben. Die Blattgoldschichten sind mittlerweile mehrere Zentimeter dick, wodurch die Statue diese plüschige Form angenommen hat.

Tipp: Die Kamera erst aus der Tasche holen, wenn man am Buddha steht und am besten wieder weg packen, dann kommst Du evt. um die Kamera Gebühr von K 1000 herum, die am Eingang verlangt wird. 

sagaing Hill

Sehenswert sind die Pagoden U Min Thonze und Soon Oo Pon Nya Shin.

Die U Min Thonze wird auch die Pagode der 30 Höhlen genannt. In einem Rundbogen sind 45 große Buddhafiguren angeordnet. 

Von der Soon Oo Pon Nya Shin Pagode hast Du einen tollen Blick über die Hügelkette von Sagaing und den Irrawaddy. 

 

U Bein Brücke in Amarapura

Die berühmte Teakholzbrücke ist besonders idyllisch zum Sonnenuntergang. Wir hatten etwas Pech, denn die Sonne geht im September nicht ganz hinter der Brücke unter, so dass ich nicht das ultimative Foto schießen konnte. Nichtsdestotrotz ist dieser Ort zum Sonnenuntergang ein Highlight. Um die Brücke im untergehenden Licht der Sonne ablichten  zu können, musst Du mit dem Boot auf den See fahren. So bekommst Du den richtigen Winkel. Die Bootsfahrten sind sehr teuer, sie verlangen K 10.000 für eine Fahrt zum Sonnenuntergang. Wir konnten den Bootsführer auf K 6.500 runterhandeln, aber nur weil die Sonne eh bald weg war und er nicht mehr viel zu tun hatte.

 

Mingun Pagode

Mit einem Boot gelangst Du flussaufwärts nach Mingun. Hier steht die Mingun Pagode, die einst die größte Pagode der Welt werden sollte. Was Du dort sehen wirst, ist nur der Sockel der Pagode, der bereits eine beeindruckende Größe aufweist. Die Bauarbeiten wurden nach dem Tod Königs Bodawpaya im Jahr 1819 nicht vollendet. Die Pagode wurde durch ein Erdbeben im Jahr 1838 beschädigt, so dass sich große Risse über die Wände ziehen. Das Beeindruckende ist die Aussicht von der Pagode. Eine Steintreppe führt bis ganz nach oben. Die Begehung oben ist mit erheblicher Kraxelei verbunden. Du solltest also Trittsicher sein.

 

Abzocke: Archäologische Gebühr Mingun K 5.000 p.P.

Es gibt zwei Punkte, wo die Boote anlegen. An diesen strategischen Punkten befinden sich 2 Holzhäuschen, wo fleißig diese Gebühr bei den Touristen abkassiert wird. Ich hatte im Internet gelesen, dass einige Besucher sich geweigert haben diese Gebühr zu bezahlen und die Pagode trotzdem besuchen konnten. Wir haben es versucht und sind an den Häuschen vorbei gegangen. Der kleine Burmese bestand aber auf die Zahlung und drohte also mit Polizei. Ganz unbeeindruckt davon, sind wir weiter gelaufen. Er kam uns dann mit einem anderen Herrn in irgendeiner Uniform hinterher gefahren. Um nicht noch mehr Ärger zu bekommen, haben wir die Gebühr einfach bezahlt. 

Hsinbyume Pagode

Diese weiße wellenförmige Pagode liegt wunderschön eingebettet in das satte Grün der Palmen und Bäume. Vom Dach der Mingun Pagode hast Du einen tollen Blick auf die Hsinbyume Pagode. Sie ist nur ein kurzer Spaziergang entfernt und kann somit auch besichtigt werden. 

 

taxi fahren in mandalay

Komischerweise sind die Taxi Preise in Mandalay höher als in Yangon. Für kurze Strecken von ca. 2 km werden hier K 3.000, bzw. muss man den Fahrer erst darauf herunter handeln. Wenn du ein Hotel an der Südseite des Königspalastes hast, dann sollten Fahrten zum Mandalay Hill und auch zum Pier nach Mingun nicht mehr als K 3.000 kosten. Leider lassen nicht viele Fahrer mit sich handeln.

Ich glaube, dass das Personal unseres Hotels (The Hotel Emperor) eine Provision von Taxi Fahrern bekommt. Auf Nachfrage zu einem bestimmten Fahrpreis wurden grundsätzlich viel zu hohe Preise genannt. Und dies mit einer langen Fahrtzeit begründet, was nicht stimmte. Auch die Fahrt vom Hotel zum Bus Terminal für K 6.000 war reine Abzocke. Die Dame an der Rezeption hat ein Taxi gerufen, als wir dann verhandeln wollten, ließ sich der Fahrer nur K 5.000 runter handeln. Dies erschien uns immer noch zu viel. Hinter uns hielt ein anderes Taxi. Also beschlossen wir ihn zu fragen, was eine Fahrt zum Bus Terminal kostet. Wir hatten gar keine Chance, denn der Fahrer wurde sofort auf Burmesisch von der Rezeptionistin vollgequatscht. Er hat sich nicht mal auf K 4.500 eingelassen, um dann den Deal zu machen. Anscheinend sprechen sich die Taxi Fahrer untereinander ab und halten zusammen. 

Tipp: Taxi immer von der Straße nehmen!

Busfahrt von Mandalay nach Hsipaw

Um der Hitze in Mandalay zu entfliehen, sind wir mit dem Bus nach Hsipaw gefahren. Dieser idyllische kleine Trekking Ort liegt ca. 5 Stunden entfernt. Abfahrt war um 14:00 in Mandalay.

Wir haben das Ticket in einem Reisebüro gekauft, für K 10.000 pro Person. Für die Klapperkiste (Ye Shin Highway Express) ohne Klimaanlage viel zu viel, denn die Einheimischen zahlen nur K 5.000 pro Person. 

Im Reisebüro sagte man uns, das wäre der einzige Bus. Es gab zur gleichen Zeit aber noch einen Bus, der größer und mit einer Klimaanlage ausgestattet war. 

Tipp: Immer erst recherchieren, welche Busunternehmen zur Verfügung stehen und dann verhandeln.

AUSGABEN UND KOSTEN IN Mandalay

Ausgaben Kosten

Taxi fahren ca. 2 km

K 3000
Local Bus Mandalay - Hsipaw K 5000 p.P.
Fähre Returnticket Mingun K 5000 p.P.
Taxi für einen Tag K 22000 
Kombi Ticket für Mandalay K 10000 p.P.
Mandalay Hill Pagode K 2000 p.P.
Kamera Fee Mahamuni Pagode K 1000 p.P.
Mingun Archäologische Gebühr K 5000 p.P.
Essen im Restaurant K 3000 - K 5000 
Fruchtsaft K 3000
Wasser pro Flasche K 300
Coca Cola je nach Shop oder Lokal K 500 K 1000
Iced Coffee K 3000

Bildergalerie Mandalay und umgebung

 Hast Du noch weitere Tipps für Mandalay? Lass es uns wissen und hinterlasse einen Kommentar. Wir freuen uns darauf!