Coral Coast Perth bis Exmouth

Roadtrip ins Abenteuer

Nachdem wir den Van etwas aufgehübscht und uns eingerichtet haben, konnte es auch endlich los gehen. Unser erstes Ziel: schnorcheln am Ningaloo Reef.

 

Aber bis dahin war es noch ein langer Weg. Insgesamt haben wir 1,5 Wochen von Perth nach Exmouth und wieder zurück gebraucht und dabei tolles erlebt, wie Delfine füttern, schwimmen mit Schildkröten und vieles mehr.

Video: Weltreise Vlog #13: Roadtrip von Perth nach Exmouth

Erster Stopp: Pinnacles

Nach nur 2 Stunden erreichten wir den kleinen Ort Cervantes, Ausgangspunkt für die Erkundung der Pinnacles, welche besonders zum Sonnenuntergang ein Erlebnis sind. Die von Wind und Wetter geformten Sandsteinsäulen ragen in unterschiedlicher Größe aus dem Boden heraus. Die gelben Sandsteinformationen bilden einen sehr schönen Kontrast zum azurblauen, meist wolkenlosen Himmel.

Mit dem Auto kannst Du direkt durch die Pinnacles Landschaft fahren und einen schönen Spot für den Sonnenuntergang suchen. Am Eingang werden AUD 10 pro Fahrzeug Nationalparkgebühr fällig. Oft sind diese Eingänge unbemannt, das Geld muss daher passend in einem Umschlag eingeworfen werden. Aber wer hat schon immer passendes Kleingeld dabei. Daher lohnt sich der WA Nationalpark Pass. 

Kalbarri Nationalpark

Typisch für die Landschaft in WA sind die Schluchten. Hier im Kalbarri Nationalpark gibt es einige tolle Aussichtsplattformen. Besonderes Highlight das „Natures Window“, welches ein Loch in der Felswand ist, mit einem tollen Ausblick auf die Schlucht. Von der Straße bis zum „Natures Window“ sind es 27 km, von denen aber 12 km „Wellblech“-Piste sind. Mit dem Van haben wir es daher langsam angehen lassen und für die Strecke hin- und zurück 2 Stunden gebraucht. Mit einem 4WD geht es natürlich schneller.

Nationalparkgebühren AUD 12 pro Fahrzeug.

 

Kalbarri ist ein gemütlicher, kleiner Küstenort, wo der Murchison River ins Meer mündet. Auch für einen Strandtag lohnt ein längerer Stopp. 

Delfine füttern in Monkey Mia

Der Abstecher zur Stark Bay lohnt natürlich nicht nur wegen den Delfinen. Geschichtlich und biologisch interessant ist der Hamelin Pool. Was aussieht wie Steine im Wasser, sind tatsächliche atmende Lebensformen, welche durch Cyanobakterien geformt wurden, die dafür gesorgt haben, dass überhaupt Leben auf der Erde entstehen konnte.

 

Auf dem Weg bietet sich ein kurzer Stopp am Shell Beach an. Wie der Name schon sagt, besteht der Strand aus unzähligen kleinen Muscheln.

In der Bucht bei Eagle Head kannst Du von der Aussichtsplattform mit etwas Glück Haie und Rochen sehen.

 

Freiwilligen Arbeit im Monkey Mia Reserve:

Wenn Du Teil des Teams im Monkey Mia Reserve werden willst, dann kannst Du mind. 4 Tage als Freiwilliger dort arbeiten. Du nimmst nicht nur viel Insiderwissen über diese faszinierenden Säugetiere mit, sondern bist hautnah bei der Fütterung dabei. Die Freiwilligen Mitarbeiter verteilen die Fische an die Besucher, die die Delfine dann füttern dürfen. 

Wenn Du auch noch Kost und Logis gestellt bekommen möchtest, dann musst Du lediglich 1,5 Stunden pro Tag im Reserve bei kleinen Handwerkerarbeiten oder Putzdienst aushelfen. Logis natürlich nur nach Verfügbarkeit.

Einfach eine Mail schreiben und anfragen, ob Bedarf an Freiwilligen besteht.

Schnorcheln am Ningaloo Reef

Der Weg von Monkey Mia nach Exmouth und weiter in den Cape Range Nationalpark ist sehr weit. Je nachdem wann Du aus Monkey Mia los fährst, musst Du irgendwo auf einem Rastplatz oder in Coral Bay übernachten.

Aber nicht auf den Gedanken kommen nach Coral Bay nicht weiter nördlich zu fahren, um Kilometer zu sparen. Coral Bay ist nett, gut zum schnorcheln und Riffhaie beobachten, aber der Cape Range NP in der Nähe von Exmouth ist noch viel besser. Hier ist der ultimative Ausgangsort für Schnorchel Touren am Ningaloo Reef.

Die lange Reise lohnt sich, versprochen!

Wenn Du länger als 2 Tage im NP bleibst, lohnt der Kauf eines WA Nationalparkpasses, denn der Day Entrypass kostet AUD 12 pro Fahrzeug. 

 

Die besten Schnorchel Spots:

Turquoise Bay ist einer der fisch-und korallenreichsten Buchten am Ningaloo Reef. Bereits wenige Meter vom Strand siehst Du wahnsinnig viele Fische. Die Strömung treibt Dich auf eine Sandbank zu, daher ist das Schnorcheln relativ entspannt. Aber Achtung, dass Du mit der recht starken Strömung nicht auf das offene Meer raus treibst. Am besten immer den Strand und die Sandbank im Auge behalten. Wenn Du am Strand entlang noch weiter südlich gehts, ist das Wasser ruhiger.

Im Drift haben wir sogar eine Schildkröte gesehen und etwas weiter hinten am Riff tummeln sich meistens Riffhaie, die harmlos sind, wenn man sie in Ruhe lässt. 

 

Oyster Stacks ist nur bei Hochwasser bei ca. 1,20m zum schnorcheln geeignet. Hochwasser setzt meistens morgens um 06:00, Mittags zwischen 12:00 und 13:00 und nachts um 23:00 ein. Im flachen Wasser sind viele Felsen und Korallenbänke, wo sich viele Fische aufhalten. Der Einstieg ins Wasser ist felsig, da es keinen richtigen Strand gibt. 

 

Ospreys Bay und der nahe gelegene Sandy Beach sind wunderschön, aber nicht so gut zum schnorcheln geeignet. Aber auch hier gibt es wieder Schildkröten. Von Locals habe ich vorher schon gehört, dass es hier, zu dieser Zeit für gewöhnlich von Schildkröten wimmeln soll. Als wir dort schnorcheln waren (Nachmittags, November) haben wir Schildkröten gesehen. Eine war ziemlich entspannt, mit der wir ca. 30 Minuten durch das Wasser geschwommen sind. Erst dachten wir: "Wow, voll viele Schildkröten", aber es war, glaube ich immer dieselbe, mit der wir geschwommen sind. 😂 

Sandy Beach ist außerdem ideal zum surfen!

Schildkröten beobachten: November bis März

Von November bis Februar legen die Schildkröten ihre Eier in den Sand. Die beste Tageszeit dies zu beobachten ist nach Sonnenuntergang bei Dunkelheit. Es dürfen keine Taschenlampen genutzt werden. Wenn möglich, besorg Dir daher eine Rotlichtlampe, dies ist besser für die Schildkröten. Ab Dezember/Januar schlüpfen dann die Baby Schildkröten und bahnen sich ihren Weg ins Meer. Die besten Strände hierfür sind Wobiri und 5 Mile, ziemlich am Anfang vom Kap.

Ich habe nun leider schon das zweite mal keine Schildkröten gesehen. Es ist wohl auch ne große Portion Glück dabei, dieses Schauspiel zu beobachten.

Walking Trails im Cape Range Nationalpark

Es gibt mehrere Wanderwege im Cape Range Nationalpark. Mehr Info dazu, holst Du am besten im Visitor Center, wo es übrigens 30 Minuten gratis Wifi gibt.

Ein kurzer sehr schöner Trek ist der Mandu Mandu George Walk. Der Trek ist ca. 3 km lang und dauert nur 1,5 Stunden. Vom Rand der Schlucht hast Du einen wundervollen Ausblick auf das Ningaloo Reef.

Zum Nachmittag lohnt ein Ausflug zum Yardie Creek, wenn das Licht weicher wird und dann besonders schön ist. Über Millionen von Jahren hat die Erosion ein fantastisches Farbenspiel in die Schlucht gearbeitet. Yardie Creek ist die einzige Schlucht, die über das ganze Jahr Wasser führt. Mit etwas Glück siehst Du sogar black-footed rock Wallabies.

camping

Auf der Strecke von Perth nach Exmouth gibt es zahlreiche 24h Stunden Rastplätze, die wir fast ausschließlich genutzt haben. Ein besonders schöner Rastplatz ist der Riverdeen, direkt an einem Fluss. 

Bei den Pinnacles und Shark Bay mussten wir einen Campingplatz nehmen, da es hier keine Möglichkeiten zum wild campen gibt. 

Im Cape Range Nationalpark gibt es einige kostenpflichtige Bushcamps, die alle nur eine Toilette haben und AUD 10 pro Person pro Nacht kosten. Es gibt weder fließendes Wasser noch Strom. Wenn Du länger hier bleiben willst, lade vorher alles auf und sorge für ausreichend Trink- und Kochwasser. Geduscht wird im Meer 😉

Im Nationalpark haben wir nur einmal wild gecampt und zwar an der Tantabiddi Boat Ramp. Hier steht kein Camping Verboten-Schild. Ein local hat uns darauf aufmerksam gemacht, der dort selbst öfter übernachtet 😀 Ansonsten gibt es meiner Meinung nach keine weiteren Spots zum wild campen.

Auf dem Rückweg nach Perth haben wir in Port Denison übernachtet. Hier haben wir auf einem Parkplatz direkt am Zugang zum Meer gestanden, beim Starfish Cafe. Das ist offiziell natürlich nicht erlaubt. Aber das geniale ist, dass es dort Toiletten und Duschen gibt. 

Morgens kommt hier der Ranger vorbei. Also früh aufstehen, am besten ab 06:00!!! Wir waren schon frisch geduscht und gerade beim frühstücken, als er kam und uns fragte, ob wir hier übernachtet haben. Mit einem riesen smile haben wir gesagt „no, just breakfast“. Er wusste es natürlich besser, aber wenn er Dich nicht auf frischer Tat ertappt, kann er wenig machen. 

 Hast Du noch weitere Tipps zur Coral Coast? Lass es uns wissen und hinterlasse einen Kommentar. Wir freuen uns darauf!