Best of Tasmanien

Unsere 5 Highlights auf Tasmanien

Tasmanien ist ein weiteres Highlight unserer Australien Reise, auf das wir uns sehr gefreut haben. Die Insel gehört ja eher selten in den Reiseplan eines Australien Besuchers, weil zu weit weg, nicht genügend Zeit oder einfach weil es keiner auf dem Plan hat. Aber Tasmanien ist das Australien in klein: wunderschöne Strände, faszinierende Nationalparks, einige der besten Wanderwege, freundliche Locals und das beste Seafood.

Was wir in den 9 Tagen erlebt haben, erfährst Du hier im neuen Blogartikel.

Video: Weltreise Vlog #17: Best of tasmanien

#1 Bay of Fires

An der Ostküste Tasmaniens befinden sich die schönsten Strände. Glasklares, blaues Wasser, feiner weißer Sandstrand und rostrote Felsen im Wasser. Ein bizarrer und ungewöhnlicher Anblick und daher so wunderschön.

Am Ende der Gardens Road entlang der Bay of Fires, gibt es einen Aussichtspunkt und kurzen Pfad zum Wasser über die rostroten Felsen.

Der schönste Strand mit dem tollen Postkarten Motiv befindet sich in der Cosy Corner Bay. Hier gibt es gleich zwei Campingplätze Cosy Corner Nord und Süd. Der Cosy Corner Süd Campingplatz ist nicht so voll, da es hier nur eine einfach Toilette gibt. Beide Campgrounds sind schattig und liegen direkt am Strand. Und das beste, sie sind kostenlos.

#2 Freycinet National Park

Im Freycinet National Park liegt die berühmte Wineglass Bay. Es gibt mehrere tolle Wanderwege, die zu verschiedenen Aussichtspunkten führen. 

Der Mount Amos Track führt auf den gleichnamigen Berg und bietet eine tolle Aussicht auf die wunderschöne Landschaft und die Wineglass Bay. Der gesamte Walk ist 4 km lang und soll hin- und zurück 3 Stunden dauern. Der Weg ist sehr steil und rutschig. Du solltest also gute Wanderschuhe tragen.

Der Wanderweg Hazards Beach Circuit führt an dem Wineglass Bay Lookout vorbei bis hinunter zum Strand und über den Hazards Beach zurück zum Parkplatz. Der Wanderweg ist 11 km lang und dauert 4 bis 5 Stunden.

Die einfachste und kürzeste Variante die Wineglass Bay zu sehen, ist der Wanderweg bis Wineglass Bay Lookout, dies sind nur 2,6 km und dauern ca. 1,5 Stunden hin- und zurück.

#3 Eaglehawk Neck Lookout

Dieser Lookout liegt auf dem Weg nach Port Arthur und ist ein MUST SEE auf Tasmanien. Der Ausblick auf die schroffe Felsenküste ist einmalig und hat mich echt erstaunt. Hier oben befindet sich ein Cafe auf Rädern. Ein cleverer Geschäftsmann hat hier einen Kaffee-Truck hingestellt. So kannst Du deinen organisch hergestellten Kaffee mit einem Wahnsinns-Ausblick genießen.

Weiter unten gibt es noch ein paar Sehenswürdigkeiten wie „The tessellated Pavement“, eine geologisch, bizarr geformte Felsstruktur sowie die Lookouts „Tasman Arch“ und „ Devils Kitchen“.

Wer noch Lust hat eine kurze Wanderung zu unternehmen, dann bietet sich der kurze Track zur Waterfall Bay an. Der Wanderweg ist 3,4 km lang und dauert ca. 1,5 Stunden hin und zurück. Am Ende wirst Du zwar enttäuscht sein, da es wohl keinen Wasserfall geben wird, aber die einzelnen Aussichtspunkte über die Klippen sorgen dafür, dass keine Langeweile aufkommen wird. 

In Port Arthur lohnt ein Ausflug zum alten Gefängnis. Hier werden verschiedene Touren angeboten, die beeindruckend die Geschichte der Sträflingskolonie Australiens erzählt. 

#4 Farmtour in Hamilton

Hamilton liegt ca. 70 km von Hobart entfernt und ist umgeben von hügeligem Farmland. Hier haben wir die Familie Parsons besucht, die eine Schaffarm betreibet und dies auch öffentlich für interessierte Besucher zugänglich macht. Hier erfährst Du wie die Schafzucht und Farmleben funktionieren. 

Die Tour wird vom Ehepaar Person und dessen Sohn geführt, eine sehr familiäre Atmosphäre. Zuerst geht es aufs Land zu einem kurzen Buschwalk und anschließend demonstrieren die Hunde, wie eine Herde Schafe ordentlich auf Trab gehalten wird. 

Danach gibt es noch eine Demonstration zum Schafscheren und zum Schluss versorgt die Dame des Hauses, die Gäste mit frischen selbst gebackenen Scones und Limonade. Einfach nur lecker. 

Auf der Farm gibt es außerdem gemütliche Bungalows zum übernachten, die relativ teuer sind, also nix für den armen Backpacker.

Curringa Farm Tour AUD 75 pro Person

#5 Cradle Mountain National Park

Dieser Nationalpark hat einiges zu bieten. Für Wanderfreunde ein absolutes Highlight. 

Es gibt den berühmten 5 Tage Overlander Trek, der es in sich hat. Es gibt auch Tageswanderung für diejenigen, die nicht so viel Zeit haben:

Cradle Mountain Summit Walk:

Dieser Circuit Wanderweg ist ca. 12,8 km lang, dauert 8 Stunden und führt entlang des Lake Lila zum Wombat Pool und am Crater Lake entlang bis hoch zum Gipfel des Cradle Mountain. Der Aufstieg ist ziemlich steil und Du musst richtig klettern. Dies sollte nur zu optimalen Wetterbedingungen geschehen und Du solltest absolut trittsicher sein.

Der Rückweg führt am Lake Willis entlang und auf der rechten Seite hast Du einen tollen Ausblick auf den riesigen Dove Lake. Noch ein kurzer Stopp am Marions Lookout und schon hast Du diesen tollen und anstrengenden Wanderweg bezwungen.

Dove Lake Circuit:

Wer nicht ganz so sportlich unterwegs ist, kann auch nur den 2 stündigen 5,7 km langen Rundgang um den See machen. Auch wunderschön, da Du immer einen tollen Blick auf das Wasser hast und teilweise durch dichten Busch wanderst, Dich aber eigentlich immer in Ufernähe befindest.

Marion Lookout und Dove Lake Circuit:

Gott sei Dank hatte es gerade stark geregnet, so dass der Gipfel sehr rutschig war und es daher nicht empfohlen wurde den Cradle Mountain Summit Walk zu machen. Marnix hätte mich da sonst hoch gejagt. 😄

Daher haben wir ein paar Wanderwege vermischt. Wir sind zuerst am Lake Lila und Wombat Pool vorbei gewandert in Richtung Marions Lookout. Am Wombat Polo soll es normalerweise von Wombats wimmeln, aber wir hatten leider kein Glück, welche zu sehen.

Vom Marions Lookout haben wir dann den Abstieg zum Dove Lake genommen. Ich bin froh, dass wir den Weg runter gegangen sind. Es war sehr steil und wäre sicher mega anstrengend gewesen hoch zu laufen.

Anschließend sind wir noch ganz entspannt um den Dove Lake spaziert. Wir sind ca. 10 km in 4 Stunden gelaufen. Eine sehr schöne Tageswanderung mit wunderschönen Ausblicken auf die dramatische Landschaft.

Obwohl ich nicht der Wanderfreak bin, war der Cradle Mountain National Park mein persönliches Tasmanien Highlight.

Devils@Cradle:

Einen tasmanischen Teufel in freier Natur zu sehen, ist eher unwahrscheinlich, daher bieten sich die Reservate an, wo die Tiere zu ihrem eigenen Schutz und Fortpflanzung gehalten werden. Die Tiere sind bedroht, da es einen bösartigen Tumor gibt, der sich wahnsinnig schnell unter den Tieren auf Tasmanien ausgebreitet hat. Im Devils@Cradle gibt es geführte Touren, bei denen Du viele Informationen über die Tierwelt und besonders zu den Teufeln und Opossums bekommst. 

 

Day Keeper Tour: AUD 18 pro Person um 10:30 Uhr, 13:00 Uhr und 15:00 Uhr

 

After Dark Feeding: AUD 27,50 pro Person um 17:30 Uhr

Warum Bruny Island nicht zu unseren Top 5 gehört?

Die Australier lieben diese Insel, was ich leider nicht nachvollziehen kann. Jeder hat uns dies als MUST DO angepriesen. Bruny Island liegt nur eine kurze Fährfahrt entfernt und ist recht günstig (Return Ticket ab AUD 33).

Wir wussten aber ehrlich gesagt nichts mit uns dort anzufangen, denn es gibt nichts neues. Außerdem sind viele Straßen Wellblechpisten und nicht mit einem alten Camper befahrbar. Jedenfalls würde ich davon abraten. Daher bleibt nur ein geringer Teil der Insel übrig. Es gibt ein paar Wanderwege, eine Käserei, eine Whisky Destillerie und eine Schokoladenfabrik, wo es aber noch nicht mal Probierstückchen gibt.☹️

Wenn Du zur richtigen Tageszeit am The Neck Lookout bist, dann kannst Du hier Pinguine beobachten. Die optimale Tageszeit ist die Dämmerung. 

Da wir sowohl Pinguine schon gesehen, etliche Tastings genoßen haben und bereits fantastische Lookouts während unserer Reise gefunden haben, war Bruny Island einfach nur langweilig für uns.

Mein Tipp: Wenn Du Zeit hast, dann verbringe 2 Nächte dort, dann siehst Du eventuell Pinguine. Bei einem kurzen Tasmanien Trip würde ich die Insel komplett auslassen. 

Free Camping auf Tasmanien

Was mir in Australien die ganze Zeit gefehlt hat, gibt es dafür aber auf Tasmanian - kostenlose Campingplätze und dann liegen die auch noch so schön. In der Bay of Fires gibt es einige Campingplätze direkt hinter dem Strand.

Wir waren auf folgenden Plätzen z.B. Cosy Corner South (Bay of Fires), Friendly Beaches (Freycinet National Park), Restarea in Hamilton sogar mit Dusche, Lake Barrington.

Nur auf dem Gowrie Park am O´Neills Forest Park (Nähe Cradle Mt. NP) mussten wir AUD 5 pro Nacht zahlen.

Hier ist eine Liste aller kostenloser Campingplätze!

seafood

Tasmanien ist besonders für seine Austern bekannt, die es wirklich an jeder Ecke frisch zu kaufen gibt.

In der Moulting Bay bei Lease 65, auf dem Weg in die Bay of Fires, gibt es die frischesten und günstigsten Austern auf der ganzen Insel. 12 Austern kosten hier nur AUD 10 und es gibt sie quasi fangfrisch, das heißt, noch ungeöffnet. 

Außerdem soll das Captains Catch in St Helen sehr gut sein. Hier gibt es verschiedene Seafood Menüs.

Aber auch Seafood als Fast Food gibt es. Im Tasman National Park am Blowhole gibt es einen Foodtruck, die ausschließlich Fish&Chips und kaltes Seafood wie Austern oder Prawns anbieten. 

Lohnt sich ein Park Pass für Tasmanien?

Die Tagespässe für die Nationalparks kosten für ein Fahrzeug AUD 24 (außer Cradle Mountain National Park).

 

Diese Nationalparks sind Gebührenpflichtig:

  • Ben Lomond National Park
  • Cradle Mountain-Lake St Clair National Park
  • Douglas-Apsley National Park
  • Franklin-Gordon Wild Rivers National Park
  • Freycinet National Park
  • Hartz Mountains National Park
  • Kent Group National Park
  • Maria Island National Park
  • Mole Creek Karst National Park
  • Mt Field National Park
  • Mt William National Park
  • Narawntapu National Park
  • Rocky Cape National Park
  • South Bruny National Park
  • Southwest National Park
  • Strzelecki National Park
  • Tasman National Park
  • Walls of Jerusalem National Park 

Aber in der Regel werden nur die bekanntesten besucht, welche ich fett markiert habe und, wenn Du nur ein paar Tage auf der Insel bist, hast Du wahrscheinlich gar nicht die Zeit für so viele Nationalparks.

Wenn Du deinen Aufenthalt genau planst, dann ist der Parkpass nicht nötig. Der Pass kostet nämlich AUD 60.

 

Da wir volle 9 Tage auf der Insel waren und einige Parks besucht haben, hat sich der Pass für uns gelohnt. Wir waren auch auf Bruny Island, aber gar nicht bis ganz in den Süden, wo ein Tagespass erst ab Bruny Island South fällig wird. Eigentlich wollten wir auch noch nach Maria Island, was wir aufgrund der ausgebuchten Fähre dann nicht geschafft haben. 

Horrorfahrt mit der Spirit of Tasmania

Na gut, so schlimm war es nun auch wieder nicht. 😁

Wir hatten bei Hin- und Rückfahrt Pech, da beide Fahrten mit einigen Stunden Verspätung gestartet sind. Bei einer Fahrt von bereits 9 Stunden ist das einfach nur ätzend. Als wahrer Deutscher habe ich mich natürlich an das Beschwerdemanagement gewandt 😉,

da ich mitbekam, dass ein paar Passagier bevorzugt behandelt wurden und eine kostenlose Kabine bekommen haben. So etwas geht echt gar nicht. Meine Beschwerdemails wurden mit keiner einzigen Rückmeldung beantwortet. Das ist insofern ärgerlich, da die Fahrt mit AUD 918 zu Buche geschlagen hat. Nicht gerade ein Schnäppchen.

Die Flüge auf die Insel sind relativ günstig, auch last minute. Wenn Du nicht unbedingt einen eigenen Camper hast, dann macht die Fährüberfahrt keinen Sinn, da zu teuer und viel zu lang!

Hast Du noch weitere Tipps zu Tasmanien? Lass es uns wissen und hinterlasse einen Kommentar. Wir freuen uns darauf!