Die Highlights von Melbourne bis Sydney

Lohnt sich ein Roadtrip von Melbourne nach Sydney überhaupt?

Wir sind echt verwöhnt! Das hat man davon, wenn man die Reise im wunderschönen Westaustralien beginnt, was zu meinem Highlight dieses gesamten Roadtrips wurde. Die Einsamkeit und die wenig besuchten Sehenswürdigkeiten, geben dem Erlebnis etwas besonderes. An der stark besiedelten Südostküste Australiens hast Du nur selten einen tollen Ausblick nur ganz für Dich allein. Aber es gibt natürlich trotzdem einige Stationen, die sich für einen Aufenthalt lohnen. Und zu guter Letzt, mein geliebtes Sydney. Hier waren wir ganze zwei Wochen, daher habe ich ein paar neue Insidertipps. Sei gespannt!

Video: Weltreise Vlog #18: Highlights Melbourne bis Sydney

Wilsons Promontory National park

Das erste, was mir positiv aufgefallen ist, ist schon mal der kostenlose Eintritt in den Nationalpark. Da freut sich das Backpacker Portemonnaie. Der Nationalpark ist besonders bei Deutschen beliebt und wurde mir daher auch vorher schon angepriesen. Es gibt ein paar tolle Wanderwege mit fantastischer Aussicht auf die Buchten und das strahlend blaue Wasser.

 

Mt Bishop Summit Track & Lilly Pilly Circuit Walk:

Wir haben diese beiden Tracks verbunden, da sie quasi ineinander übergehen. Der Aufstieg zum Mount Bishop ist relativ entspannt. Von oben hast Du einen wunderschönen Ausblick über den weißen Squeaky Beach und den kleinen Ort Tidal River. Abzweigend vom Circuit Walk sind es zum Mount Bishop ca. 2 km. Der Lilly Pilly Circuit Walk ist insgesamt 5,2 km lang und dauert ca. 2-3 Stunden. Insgesamt, mit Aufstieg waren wir ca. 4 Stunden unterwegs. Ein schöner kurzer Wanderweg!

 

Squeaky Beach:

Dies ist ein feiner weißer Sandstrand, der so fein ist, dass er sogar unter den Füßen quietscht. Ein schöner Strand zum relaxen und baden.

 

Prom Wildlife Walk:

Auf dem Rückweg nach Foster sind wir noch schnell diesen kurzen 2,3 km langen Rundweg gelaufen. In dieser Gegend finden sich einige Wildtiere wie Kangaroos, Emus, Wallabies und Wombats. Aber auch hier haben wir wieder keine Wombats gesehen, nur ein paar Kangaroos lümmelten im Schatten der Sträucher. Diesen Track kannst Du dir also sparen. 

 

Es gibt natürlich noch weitere Wanderwege. Eine Übersicht dazu erhälst Du im Visitor Center in Foster. Für einen Tagesausflug in den Wilsons Promontory National Park war unsere Trackauswahl zufriedenstellend, denn vom Mount Bishop hast Du einen der besten Ausblicke. Aber ich muss sagen, dass dieser hoch gelobte Nationalpark nicht zu meinen Highlights gehören wird. 

Fangfrische Shrimps in Lakes Entrance

Schon bei der Anfahrt nach Lakes Entrance bietet sich ein herrlicher Blick über die Wasserwege dieses Ortes. Wunderbar geeignet für Wassersport Aktivitäten.

Bei einer Reise mit dem eigenen Camper, würde ich die Anschaffung eines Kayaks ernsthaft in Betracht ziehen. Es gibt so viele wunderschöne Wasserwege, die am besten mit dem Kayak zu erkunden sind. 

Lakes Entrance ist ein niedliches kleines Hafenstädtchen, wo Du vom Boot fangfrische Meeresfrüchte kaufen kannst. Einfach an der Hafenpromenade entlang schlendern und auf Verkaufsschilder achten!

Eden und Kangaroos am Strand

Diese Region ist für seinen Walfang in früheren Zeiten bekannt. Es gibt sogar einen Walfang Trail, wo Du die alte Walfangstation besichtigen kannst. Vom Ben-Boyd Tower hast Du zur Walsaison einen tollen Ausblick zur Walbeobachtung.

Im Nationalpark nördlich von Eden führt Dich der Abzweig Haycock Road zu einer wunderschönen Steilklippe, die zur Abendsonne in tollen Rottönen leuchtet. Nimm gleich den ersten Abzweig nach rechts von der Haycock Road, dieser führt Dich zu einem Parkplatz.

Hier in der Nähe befindet sich außerdem der Pebbly Beach. Die Anfahrt führt über eine ungeteerte Straße ziemlich steil zum Pebbly Beach. Mit etwas Glück wird die Anfahrt aber mit der Sichtung von Kangaroos auf dem Strand belohnt.

Australiens weißester Sandstrand

Jervis Bay ist ein beliebter Strandort für Australier, viele haben ein Ferienhaus und genießen lange Spaziergänge an den Stränden. 

Laut Guinnessbuch ist der Hyams Beach seit 2006 der weißeste Sandstrand in Australien. Und ja, er ist echt hell. Bei strahlendem Sonnenschein wirst Du vom Sand geblendet. Aber es ist bestimmt nicht der einzige sagenhaft weiße Sandstrand in Australien. 😀 Siehe dazu unseren Blogbeitrag Roadtrip Perth bis Esperance.

Sydney at it´s best

Ach, Sydney ist einfach cool…ich liebe das Hafenflair. Bin halt doch mittlerweile eine echte Hamburgerin. 😉

Aber was macht man eigentlich in Sydney, außer die üblichen Verdächtigen, wie Harbour Bridge, Sydney Tower und Opera House zu besuchen? Wir waren zwei Wochen in Sydney und haben uns mal in so ganz anderen Ecken rumgetrieben. Hier sind unsere Sydney Highlights!

I´m Free Walking Tours:

Um erst einmal einen Überblick zu bekommen, finde ich diese Touren fantastisch. Sie sind super günstig, Du bezahlst nämlich nur so viel Du willst, es gibt Insider Tipps vom Local und Du erfährst tolle Geschichten über die Stadt.

Der Stadtrundgang geht durch das CBD von Sydney, beginnt an der St Andrew´s Cathedral und endet am Hafen. Eine tolle Einführung in die Geschichte der ersten Siedler und der Stadtentwicklung seit 1788.

Start: Täglich 10:30 Uhr & 14:30 auf George Street zw. Town Hall und St Andrew´s Cathedral; Dauer 2,5-3 Stunden

Es gibt aber noch eine andere Tour, die sich nur mit dem ältesten Stadtteil Sydney´s befasst - The Rocks. Eine interessante Tour mit vielen Geschichten über das Leben der ehemaligen Sträflinge und einem tollen Ausblick auf die Harbour Bridge aus einem anderen Winkel.

Start: Täglich 18:00 Uhr vom Cadman Cottage (water side) The Rocks District; Dauer 1,5 Stunden

Coastal Walk Spit Bridge bis Manly:

Auf diesem tollen Küstenwanderweg hast Du einen tollen Blick auf die kleinen Yachthäfen, die Skyline in weiter Ferne und die Hafeneinfahrt für die ganz großen Kreuzer.

Mit den Bussen 180, 183 oder 184 fährst Du ab der U-Bahnstation Wynyard bis zur Spit Bridge. Die Busshaltestelle ist direkt auf der Brücke. Am Ende der Brücke beginnt der Küstenwanderweg bis nach Manly. Von Manly kannst Du mit der Fähre später wieder zurück in die Stadt fahren. 

Opera House Tour:

Ich war nun schon das dritte mal in Sydney und nun auch endlich mal im berühmten Opernhaus. Die Tour durch das Opera House war super interessant. Die Rundgang auf Englisch kostet AUD 37. Was ich nicht wußte ist, dass es immer wieder unbekannte Künstler gibt, wo das Ticket bereits ab AUD 27 zu kaufen ist. Eine tolle Alternative zum teuren Opernstück.

Harbour Bridge Climb:

Zugegeben, ein teures Spektakel, aber es lohnt sich. Der Daylight Bridgewalk führt Dich bis zur Spitze der Brücke, mit einem wahnsinnigen 360° Panoramablick über die Stadt. Wir hatten Glück, dass wir in unserer Gruppe nur zu fünft waren, daher hatten wir viel Zeit die Aussicht zu genießen. Wir haben die Tour am Nachmittag gemacht, dann wird das Opera House  von der weichen Nachmittagssonne angeleuchtet.

 

Meine Tipps: 

  • Meide die Peakseason zwischen Weihnachten und Ende Januar, erst am 30.Januar sind in Australien die Schulferien zu Ende
  • Buche eine Zeit zwischen 14:00 Uhr und 17:00 Uhr, denn oft wird es zum Feierabend voller
  • Das Opera House wird am Nachmittag vom weicheren Licht angeleuchtet

Leider kannst Du keine Kamera mitnehmen, aber Du bekommst ein Gruppenbild und ein 7 Sekunden Video, leider wird das Video nicht mit dem Opera House im Hintergrund gedreht. ☹️

Außerdem bekommst Du noch ein Eintrittsticket für den Pylon Aussichtsturm (Eintritt AUD 15 pro Person).

Pylon Aussichtsturm - Insider Tipp!

Wenn Du einen tollen 360° Blick auf Sydney haben möchtest, aber nicht so viel Geld für einen Harbour Bridge Walk ausgeben willst, dann ist dieser Aussichtsturm DIE Alternative.

Der Turm ist 87 Meter hoch und auch von hier hast Du einen tollen Ausblick über die Stadt und das Opera House. 

Oben gibt es außerdem noch ein kleines Museum zum Bau der  Harbour Bridge.

Pylon Lookout: Öffnungszeiten 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Eintritt: AUD 15 pro Person

Sydney Outback Tour

Wenn Du mal eine andere Tagestour außerhalb von Sydney machen möchtest, als eine Fahrt in die Blue Mountains, dann ist die Sydney Outback Tour eine gute Möglichkeit die Gegend um Sydney zu erkunden. Die Tour führt in den nahe gelegenen Kur-ring-gai Chase National Park, wo es sogar Aboriginal Carvings gibt. Vom West Head Lookout hast Du einen tollen Ausblick auf Palm Beach, der Drehort von „Home and Away“. Anschließend führt eine Kreuzfahrt durch die Wasserwege im Nationalpark. Besonders beeindruckend ist, dass Du einen Einblick in die Vergangenheit bekommst, denn so muss der Sydney Harbour vor Eintreffen der Siedler ausgesehen haben.

Paul, der Betreiber dieser Tour, erzählt viel von den „Early Days“ und er muss es wissen, denn seine Vorfahren waren auf dem allerersten Schiff, das Sydney im Jahr 1788 erreichte.

Die Tour ist mit AUD 199 pro Person nicht ganz billig, aber mal was anderes als die normalen Ausflüge.

Sydney Ostback Tours: Wilderness+Aboriginal Explorer Tour+Cruise

Lebendige King Street

Das Viertel Newtown und Erskinville rund um die Hauptstraße King Street ist echt eine Abwechslung zu den bekannteren Vierteln in Sydney. In der King Street finden sich zahlreiche Cafés, Bars und Restaurants, aber auch Vintage Läden und hippe Boutiquen. Außerdem findet jeden Samstag ein Farmersmarket statt. Dieser befindet sich in einer alten Lagerhalle auf dem Carriageworks Way. Da diese beiden Viertel mit der Bahn nur wenige Metrostopps vom CBD entfernt liegen, eignen sie sich perfekt für eine zentrumsnahe Airbnb Unterkunft. 

Essen und Trinken in sydney

Lentil as Anything: Auch hier in Sydney gibt es wieder das Non-Profit Restaurant Lentil as Anything und genau wie in Melbourne, sind die veganen Gerichte der Hit. Mega lecker! Und auch hier, Du bezahlst so viel Du willst.

Der Preis Vorschlag by Lentil´s:

AUD 5 - deckt die Kosten für Dein Dessert und ein Getränk

AUD 10 - deckt die Kosten für Dein Gericht und einige Ausgaben des Restaurants

AUD 15 - deckt die Kosten für Dein Gericht, Miete und Ausgaben des Restaurants 

AUD 20 - deckt die Kosten für Dich und jemand anderen, der nicht so viel zahlen kann.

Lentil as Anything, 391 King St, Newtown

Pancakes on the Rocks: Mittlerweile gibt es diesen Laden auch in anderen Vierteln, aber der Laden im Viertel The Rocks bietet sich super für einen Sightseeing Stopp an und es gibt die allerbesten Pancakes, die ich je gegessen habe.

 

Meine Favourites: Macadamia Madness (durch die Nüsse sehr mächtig, aber lecker), Blackforest Cherry (auch sehr mächtig, wegen den Schoko Pancakes)

Pancake on the Rocks, 4 Hickson Rd, The Rocks, Sydney

Rose of Australia: Dieser typische Pub mit tollem Innendesign liegt im gemütlichen Erskinville. Jeden Monat gibt es ein „Beer of the month“, das etwas günstiger ist (Pint AUD 14), als der Rest auf der Karte. Außerdem gibt es mega leckere BBQ Spareribs zum unschlagbaren Preis von ab AUD 20. Bereits die halbe Portion ist riesig.

Tipp: Lieber die sticky BBQ Ribs bestellen, sind größer als die Lamm Ribs.

Rose of Australia, 1 Swanson St, Erskineville

Café & Books Parliament: Mal ein ganz anderes Café, eigentlich eher Wohnstube. Man sitzt quasi in der Wohnküche inmitten von Büchern. Der Betreiber des Cafés sitzt neben Dir und ist immer für einen Plausch zu haben. Im Café gibt es oft Veranstaltungen, z.B. Kochen mit Immigranten. Super leckeren Flat White gibt es auch. Ein Geheimtipp in Erskineville.

Parliament on King, 632 King St, Erskineville NSW 2043, Australien

Hast Du noch weitere Tipps zu Sydney? Lass es uns wissen und hinterlasse einen Kommentar. Wir freuen uns darauf!