Die Uros, Top oder Flop?

Travel Truth über den Ausflug zu den Uros

Willkommen in Peru!

Von La Paz sind wir mit dem Bus über Copacabana nach Puno am Tititcacasee gefahren. Hier lebt das Volk der Uros  auf Schilfinseln auf dem peruanischen Teil des Titicacasees. Titi gehört zu Peru und Caca zu Bolivien, wie uns so schön erklärt wurde 😀.

Das eigentliche Volk der Uros ist aber seit 1958 ausgestorben. Wer lebt dann aber auf den Schilfinseln und wie authentisch ist ein Besuch der Inseln auf dem See? 

 

VIDEO: WELTREISE VLOG #22: Puno, Arequipa & der Colca Canyon

Puno, das Tor zum Titicacasee

Das Zentrum von Puno ist quasi der Tummelplatz der Touristen. In der Fußgängerpassage gibt es Cafés, Restaurants und die üblichen Souvenirläden. Die typischen Peru Pullover sind hier aber ziemlich teuer. Wahrscheinlich weil die Einheimischen wissen, dass die Besucher meistens aus Bolivien kommen und noch keine Ahnung von peruanischen Preisen haben. Ein Pullover mit Kapuze soll hier 70 Soles kosten, den gleichen haben wir für 35 Soles in Arequipa gekauft. Außerdem reagieren sie ziemlich grummelig bei Preisverhandlungen. Da es überall die gleichen Sachen gibt, lohnt es sich zu warten. In Arequipa, Lima oder Cusco gibt es die Sachen meistens günstiger.

Am Abend, wenn die Straßenlichter leuchten, ist es hier sogar ganz hübsch. 

Restaurant Tipp: Gemütlich essen kannst Du hier: El Tumi, Adresse: Libertad 386. Es gibt leckere Steinofenpizza. Wir saßen unten, wo es nur 3 Tische gibt und im Steinofen das Feuer prasselte. Sehr romantisch! Preise ab 17 Soles, Pisco nur 8 Soles. Das war der günstigste Pisco, den ich bis jetzt getrunken habe. 

Ausflug zu den Uros

Es gibt noch bis zu 2000 Menschen dieser ethnischen Gruppe, Nachfahren der Uros. Seitdem der See über seine Ufer getreten ist und einige Schilfinselbewohner umgesiedelt werden mussten, pendeln sie nun zwischen ihren Inseln und dem Festland täglich hin und her. Die Uros leben mittlerweile völlig vom Tourismus, daher gleicht ein Ausflug zu den Inseln leider mehr einer Verkaufsaktion, als das der Besucher wirklich einen Einblick in das Leben dieser Menschen erhält.

 

Im Hotel oder Ticketshop werden die Touren zu den Uros für 25 Soles angeboten. Direkt am Hafen gibt es die gleichen Touren aber schon für 15 Soles. Wenn das Boot voll ist, geht es los. Bis zum schwimmenden Dorf der Uros sind es ca. 40 Minuten. Die Tour besteht aus dem Besuch von 2 Inseln. Auf der ersten Insel wurden wir begrüßt und uns wurde kurz etwas zu den Uros und den Inseln erzählt. Anschließend durften wir sogar in eine kleine Hütte gehen, wo praktischerweise gleich die Kollektion der selbst gemachten Souvenirs zum Verkauf bereit lagen. Der nächste Programmpunkt stellt die Überfahrt mit dem traditionellen Schilfboot dar. Dies ist optional und kostet zusätzlich 10 Soles. Die Fahrt führte lediglich zur zweiten Insel, wo das Hauptboot ja eh hinfuhr, also haben wir auf diese Bootsfahrt verzichtet. Etwas unschön war, dass wir sehr energisch dazu gedrängt wurden diesen optionalen Programmpunkt mitzumachen.

Nun denn, eine halbe Stunde später ging es dann auch für uns zur zweiten Insel. Angeblich der Hauptinsel mit Restaurant und Dorfdisco. Im Prinzip sollten wir hier nur etwas essen, mehr Einkommen für die Dorfbewohner. Da die Insel so klein war, konnten wir nicht mal auf eigene Faust herumlaufen und uns irgendetwas anschauen. 

Eine große Enttäuschung!

 

Für uns war die Tour ein totaler Flop, denn eigentlich war dies eine einzige Verkaufsaktion und da wir nichts kaufen wollten, haben wir im Prinzip nur darauf gewartet, dass die Tour zu Ende geht. Ja, wir haben gesehen, wie die Menschen dort leben, aber nichts wirklich über ihren Alltag erfahren. 

Hast Du noch weitere Tipps zu Puno oder den Uros? Lass es uns wissen und hinterlasse einen Kommentar. Wir freuen uns darauf!