Potosi - Sucre - La Paz

Sprengstoff und Dino-Fußabdrücke - Kuriositäten in Bolivien

Unsere Stippvisite in Bolivien führte uns von Uyuni nach Potosi, Sucre und weiter nach La Paz, dem höchstgelegenen Regierungssitz der Welt. Potosi ist bekannt für seine Touren durch die ehemaligen Silberminen. Sucre ist wohl die schönste Stadt in Bolivien, wo es über 5000 Fußabdrücke von Dinosauriern gibt und La Paz fasziniert einfach mit   seiner Größe, die am besten aus einem Cable Car zu  bestaunen ist. Leider hatte es uns beide gesundheitlich erwischt, so dass wir einige Tage das Bett hüten mussten. Aber hier gibt es trotzdem eine Liste mit "Things to do".

 

Video: Weltreise Vlog #21: 4x4 Abenteuer in bolivien

Potosi

Minentour in Potosi

Bis auf einige Kolonialbauten und Kirchen, hat diese Stadt nicht so viel zu bieten, aber interessant ist eine Tour durch die Silberminen. Im 17. Jahrhundert war Potosi die reichste Stadt auf dem amerikanischen Kontinent, aber dieser Glanz ist schon lange verblast.

Eine Minentour zu machen ist etwas umstritten, denn während die Touris relativ gesichert durch die Minen kraxeln, arbeiten die Bolivianer unter den schwersten und gefährlichsten Bedingungen. Da die Arbeiter sich selbst mit Sicherheitsausrüstung ausstatten müssen, die teuer ist, sollte ein Besucher ein Mitbringsel dieser Art vorziehen z.B. Arbeitshandschuhe. Die Mitbringsel für die Arbeiter sind so üblich.

Und wann kommst Du schon mal dazu Dynamit zu kaufen. Auch ein Mitbringsel für die Arbeiter, die sich so durch den Berg graben.

Die Minentour konnten wir aus Zeitmangel nicht machen. Aber ich denke, sie ist sehr sehenswert.

 

Das Münzmuseum

Konnten wir leider auch nicht machen, aber schon oft berichteten mir andere Reisende über dieses interessante Museum, was ehemals als Münzwerkstatt diente. Interessant ist, dass das $-Dollar Zeichen aus dem S und I von Potosi stammt, die beiden Zeichen wurden lediglich übereinander gelegt. 

Kolonialer Flair in Sucre

Sucre wird auch die weiße Stadt genannt, da im Stadtzentrum alle Häuser einen weißen Anstrich haben. Logisch oder?! In Sucre gibt es einiges zu sehen, daher sollten mindestens 2 Tage eingeplant werden und das am besten über das Wochenende, denn am Sonntag findet, im 2 Stunden entfernt gelegenen Tarabuco, ein großer Markt statt.

Sonntagsmarkt in Tarabuco

Das Dorf liegt idyllisch in den Bergen und ist von Sucre in 2 Stunden mit dem Bus erreichbar. Es fahren Touristenbusse (40 Bs Return Ticket), aber auch öffentliche Busse, um die zahlreichen Touristen nach Tarabuco zu bringen. In den Gassen des kleinen Dorfes verkaufen die Einheimischen allerhand Kram von Schuhen bis CD´s, Kleidung, Obst und Gemüse bis hin zu Rindern, gibt es fast alles zu kaufen. 

Wir hatten Glück, denn am dritten Sonntag im März findet jährlich ein großes Fest in Tarabuco statt. Die verschiedenen Gruppen der Region tanzen in traditioneller Kleidung über den Marktplatz. Das Fest dient als Denkmal an die Schlacht von 1816, in der sich die indigene Bevölkerung von der spanischen Macht befreit hat. 

Mein Fazit: Da ich bereits viele authentische Märkte in Asien gesehen habe, hat mich dieser Markt etwas enttäuscht. Der Markt und das Festival sind mittlerweile sehr bekannt, so dass viele Touristen vor Ort sind. Meistens junge Backpacker, die sich auch noch auf der Plaza mit Bier voll laufen lassen. Außerdem ist der Aufenthalt mit fast 5 Stunden vor Ort einfach zu lang. 

Dino-Fussabdrücke im Parque Cretácico

Am Rande der Stadt befindet sich ein Park mit echten Dinosaurier Fußabdrücken. Rund um die Fussabdrücke wurde ein kleiner Dinosaurier Themenpark kreiert mit Museum und Dino-Skulpturen. Die beste Tageszeit für den Besuch ist um die Mittagszeit, denn dann steht das Licht am besten, um die Fussabdrücke gut zu erkennen. Es gibt außerdem kostenlose Touren durch den Park in Englisch, Spanisch und Französisch: 10 Uhr, 11:30 Uhr, 12:30 Uhr, 14 Uhr.

 

Hinkommen: Mit dem öffentlichen Bus #4 von der Plaza 25 de Mayo, Ecke Arenales Street und Junin Street, bis zur Endstation am Parque Cretácico. Kosten 1,50 Bs pro Weg.

Der Park liegt auf dem Areal der Francesa Cement Factory. Ausschau halten nach einem großen Schild.

 

Achtung: Öffnungszeiten beachten! Montags ist der Park geschlossen.

Ruhe in Frieden

Der Friedhof in Sucre ist ein idyllischer, ruhiger Ort mitten im Chaos der Stadt. Die Gräber befinden sich gestapelt in der Mauer, die den Friedhof umgibt. Bolivianer, die etwas mehr Geld haben, bauen für ihre Familien gleich mal ein riesiges, kunstvolles Mausoleum. Ein netter Spaziergang durch die parkähnliche Stätte der ewigen Ruhe. 

 

Achtung: Öffnungszeiten beachten! Von 12 Uhr bis 14:30 Uhr gibt es eine Siesta.

 

Mercado Central

Ein Spaziergang über diesen bunten Markt lohnt nicht nur, weil Du dich dort mit leckeren Fruchtsäften erfrischen kannst. Das tolle ist, hier werden die Reste der Zubereitung nicht weggeschüttet, sondern Du bekommst noch einen Nachschlag, wenn das Glas leer ist.

Die Obst und Gemüseabteilung quillt über vor frischen Waren, in der Fleischabteilung wedeln die gelangweilten Verkäuferinnen die Fliegen vom Fleisch und im oberen Stockwerk sammeln sich hungrige Mäuler an den Tischen der vielen Garküchen. 

Sucre Hotel Tipp: Das Casa Verde liegt ziemlich zentral, in der Nähe des Plaza 25 de Mayo und bietet hübsche Zimmer. Das Frühstück ist besonders gut mit Puffreis, Joghurt, Ei, Brot mit Marmelade und einem frisch gemachten Saft.

DZ ab 260 Bs (€ 33). 

La Paz - Schnappatmung auf 4.000 Meter Höhe

Mit dem Nachtbus ging es nach La Paz, kurzer Zwischenstopp vor der Überquerung der Grenze nach Peru.

Die Stadt ist der Wahnsinn. Die Häuser hangeln sich in alle Richtungen den Berg hinauf. Ein Meer aus roten , halb fertig aussehenden Backsteinhäusern. Die Aussicht aus dem Cable Car  ist nicht gerade schön, aber faszinierend.

Im touristischen Zentrum werden zum Abend die Bürgersteige zur Verkaufsfläche. Auf der Straße gibt es alles zu kaufen. So kämpft sich die arme Bevölkerung jeden Tag durch, um ein paar Bolivianos zu verdienen. 

Auf dem sogenannten Hexenmarkt gibt es wieder einiges an Souvenirs zu kaufen sowie getrocknete Lamaföten. Ansonsten ist der Hexenmarkt aber eine ganz normale Ladenstraße mit dem üblichen Firlefanz. 

La Paz Hotel Tipp: Das York Vintage B&B wurde erst diesen Jahres (2017) eröffnet. Das Design ist wirklich ansprechend. Der gemütliche Innenhof ist gleichzeitig Frühstücksraum und die kurze Fußdistanz zum Bus Terminal ist besonders praktisch für die anschließende Weiterreise.

DZ ab 136 Bs (€ 17). 

Hast Du noch weitere Tipps zu Bolivien? Lass es uns wissen und hinterlasse einen Kommentar. Wir freuen uns darauf!