Arequipa, die "weiße Stadt"

Eine Geschichte von Käse-Eis und Inca Kola

In Arequipa hieß es für uns Pause vom Reisealltag und rein in den Schulalltag. Pauken, nicht gerade eine meiner Lieblingsbeschäftigungen, im Gegenteil zu Marnix, der voll zum Streber mutiert ist. Gewohnt haben wir in einem Airbnb Loft, das wir ganz für uns allein hatten und haben uns unter die Arequipeñer gemischt. In aller Ruhe haben wir so die Stadt kennengelernt. Hier sind unsere Highlights und Leckerbissen aus Arequipa.

 

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Arequipa Sightseeing

Arequipa wird auch als die „weiße Stadt“ bezeichnet, aber nicht weil alle Häuser einen weißen Anstrich haben, ist nämlich gar nicht so. Die Stadt wurde damals so genannt, weil hier mehr weiße Menschen lebten als Einheimische selbst.

Plaza de Armas

Die Plaza de Armas ist von bogenförmigen Arkarden gesäumt und wohl die schönste im ganzen Land. Hauptattraktion ist die Kirche, die Basílica Catedral an der nördlichen Seite des Platzes. In der Mitte befindet sich ein Springbrunnen und unter den schattenspendenden Bäumen sitzen die Einheimischen sowie Touris und genießen das tägliche Spektakel von posierenden Selfikünstlern, spielenden Kindern, Hunderten von Tauben und Bauchlädenverkäufer. 

Besonders schön ist es hier zum Abend, wenn ringsum die Lichter angehen und es ruhiger wird. Es macht Spaß hier einfach nur zu sitzen und zu beobachten. Eine heimeliche Atmosphäre, als wenn man im Hinterhof eines Freundes sitzen würde.

Hinweis: Die Basílica Catedral ist täglich von 17 Uhr bis 19 Uhr für Besucher geöffnet. Es gibt aber eine Kleidervorschrift: Keine Flip Flops und keine kurzen Hosen.

Mercado San Camilo

Auch hier gibt es wieder einen Markt mit schön angeordnetem Obst & Gemüse, Blumen, Fleisch und Safttheken. Schon von weitem erkennen die Saftladies den potentiellen Gringo, der nach einer fruchtigen Erfrischung sucht. Im zweiten Stock werden Stoffe und Haushaltsgegenstände angeboten. Im dritten Stock knabbern Kaninchen und Meerschweinchen auf ihrem Grünzeug herum.

Kloster Santa Catalina

Das alte Nonnenkloster stammt aus dem Jahr 1579 und ist so groß ist, dass es sogar als „Stadt in der Stadt“ bezeichnet wird. Gebaut aus vulkanischem Gestein, nur 40 Jahre nach Ankunft der Spanier, ist es heute aus architektonischer Sicht koloniales Kulturerbe. Die Zimmer und Küchen sind so einfach und spärlich ausgestattet, dass es kaum vorstellbar ist, dass bis 1970 noch Nonnen hier lebten. Durch Drängen des Bürgermeisters wurde das Kloster für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Noch heute leben die verbliebenen Nonnen in einem abgetrennten Teil des Klosters und backen für das Klostereigene Cafe leckere Kuchen und Torten. Der Garten des Cafés lädt zum kurzen Verweilen, während der Besichtigung ein.

Das Kloster ist so groß und verwinkelt, dass Du bis zu 3 Stunden dort herum spazieren kannst. Besonders schön ist es zur Abendstunde. Zum Sonnenuntergang hast Du von der Kirche Santa Catalina einen tollen Blick über das Kloster. Im Hintergrund türmen sich die schneebedeckten Vulkane auf und setzen dem Ganzen noch das i-Tüpfelchen auf. 

Außerdem werden abends überall Kerzen aufgestellt, was für eine besonders authentische Stimmung sorgt. Daher unbedingt den Besuch für Dienstag oder Mittwoch planen, wenn das Kloster bis 20 Uhr geöffnet ist.

Eintritt: S 40 pro Person

Mirador Yanahuara

Dieser schöne alte Stadtteil Yanahuara liegt gar nicht weit vom Stadtzentrum entfernt. Die kleinen, engen Gassen, alten Mauern und Kopfsteinplaster sprühen quasi vor Geschichte. Besonders schön ist die Gasse Leoncio Prado. Vom Mirador Yanahuara hast Du einen wunderschönen Blick über die Stadt. Hier in diesem Stadtteil befinden sich einige urige Picanterias, die typischen Restaurants der Peruaner, die meistens nur bis 16 Uhr geöffnet sind.

 

Picanterías:

La Nueva Palomino, Leoncio Prado 122, Arequipa, Peru

Picantería La Dorita, Cuesta del Ángel 502, Arequipa, Peru

Mirador Carmen Alto

Etwas außerhalb der Stadt liegt dieser tolle Aussichtspunkt, inmitten eines grünen Tals mit Blick auf die Vulkane. Die Aussicht ist fantastisch. Wer es etwas rasanter mag, kann hier mit der Zipline ins Tal sausen. Es gibt Sightseeing Tourbusse, die diesen Aussichtspunkt anfahren. 

Spezialitäten in Arequipa

Queso Helado

Nur in Arequipa gibt es  Queso Helado. Das vanilleartige Eis mit einem Hauch Zimt obendrauf gibt es an fast jeder Straßenecke. Die Queso Helado Frauen erkennst Du schon von Weitem an ihrer Tracht. Das beste Queso Helado gibt es in der „La Lecheria“ am Mirador Yanahuara zwischen dem Café Dalmacien und dem Café Quilla.

Café Chaqchao

Leckeren Käsekuchen gibt es im Café Chaqchao mit angeschlossener Schokoladen Fabrik. Hier beginnen übrigens die Free Walking Touren Downtown. 

Chaqchao Chocolates, Santa Catalina 204, Arequipa, Peru


Buñuelos

Die keksähnlichen Buñuelos gibt es mit einer Schicht Zuckerguß für S 0,50 auf der Straße zu kaufen. Sehen aus wie Donuts, sind aber kleiner und härter, wie ein Keks eben. Erst abends stehen die Verkäufer an den Straßenecken mit ihren Tabletts. 

Ceviche

Das peruanische Essen schlechthin. Der rohe Fisch ist in einer sehr sauren Essig-Zitronen Vinaigrette eingelegt und wird mit Mais und Kartoffeln serviert. Im Norden von Peru gibt es auch Meeresfrüchte Ceviche.

Rocoto Relleno

Dieses typisch peruanische Gericht ist auf jeder Karte zu finden und besteht aus einer, mit Fleisch gefüllten Paprika mit Käse überbacken und einem Kartoffelauflauf. 


Adobo

Am Sonntag essen die Peruaner zum Frühstück Adobo. Dies ist eine würzige Suppe mit ein paar Kartoffeln und einem dicken Stück Fleisch mit viel Knochen. Etwas gewöhnungsbedürftig zum Frühstück, aber für die Peruaner eine Art Tradition der Familie. Adobo gibt es meistens in den typischen Picanterías. 

Peruanische Kola

Kola Escocesa, ähnlich wie die Gummibärchen-Brause Inca Kola, gibt es nur hier in Arequipa. Kann man mal probieren, muss man aber nicht 😀.

Hast Du noch weitere Tipps zu Arequipa? Lass es uns wissen und hinterlasse einen Kommentar. Wir freuen uns darauf!