Abenteuer Amazonas

Faultiere, Affen, Papageien und pinke Delfine

Ein Highlight jagt das nächste. Nachdem wir Machu Picchu mit kleinem Geldbeutel erlebt haben, ging es nun in den berühmten und faszinierenden Amazonas. Die grosse Frage war aber, wie eine gute Lodge finden? Dass dieses Abenteuer nicht günstig werden würde, war uns sofort klar. Aber mit der richtigen Eco-Lodge, die sich auch für die Menschen engagiert und etwas zurück gibt, hast Du sogar noch das Gefühl etwas beigetragen zu haben. Ein besonderes Erlebnis sollte die 3 tägige Überfahrt mit einem Frachtschiff durch den Amazonas werden…3 Tage chillen in der Hängematte: Schön 😀.

 

VIDEO: WELTREISE VLOG #24: Peru - Abenteuer Amazonas

Die richtige Lodge finden

Es gibt zwei Arten von Lodges, die einen garantieren Dir Tiere zu sehen, weil diese in einem Reservat in Gefangenschaft leben und die anderen versprechen Dir gar nichts und tun aber ihr bestes, damit Du ein einzigartiges Dschungel Erlebnis bekommst.

Die Lodges, die die Tiere halten, befinden sich meistens in der Nähe von Iquitos.

Der richtige Dschungel befindet sich aber viel weiter draußen. Daher musst Du schon mal beachten, keine Lodge zu nehmen, die nur ca. 1 Stunde von Iquitos entfernt liegt. 

Es gibt Lodges, die liegen sogar eine ganze Tagesreise von Iquitos entfernt, so wie das Tapiche Eco Reserve. Diese privat geführte Lodge befindet sich 404 km flussaufwärts von Iquitos und es dauert ca. 7 Stunden, um dort hin zu kommen. Super tief im Dschungel, das heisst es gibt eine hohe Wahrscheinlichkeit zur Tiersichtung.  

Ein Paket von 5 Tagen/4 Nächte kostet pro Person ca. USD 550. Es gibt auf der Internetseite keine Paketpreise. Diese musst Du erst anfragen. Es kann sein, dass es für verschiedene Saisonzeiten, verschiedene Preise gibt. 

 

Die Libertad Jungle Lodge

Diese Lodge ist mir durch sehr gute Bewertungen auf Tripadvisor aufgefallen und hat mich von Anfang an überzeugt. Die Libertad Jungle Lodge ist klein, nur 4 Stunden von Iquitos entfernt, kein Reservat, wo Tiere gefangen gehalten werden und in der Lodge arbeiten ausschließlich Leute aus dem angrenzenden Dorf. Durch die Einnahmen der Lodge konnte es sogar ermöglicht werden, eine Schule im Dorf zu bauen. Und das beste: die Köchin der Lodge soll mega gut kochen können.

 

Das 4 Tage/3 Nächte Paket kostet pro Person USD 340, was teuer ist, aber es lohnt sich.

Das Dschungel Erlebnis

Wir wurden von einem Guide und Fahrer in unserem Hostel in Iquitos abgeholt. Mit dem Auto ging es 2 Stunden nach Nauta und anschließend noch einmal 2 Stunden mit dem Boot zur Lodge. Die Strasse nach Nauta gibt es erst seit ein paar Jahren und erleichtert die Anreise um einige Stunden. Früher hätte die Anreise auch einen ganzen Tag gedauert.

Bei Ankunft in der Lodge erfuhren wir, dass wir die einzigen Gäste für die nächsten Tage sind. Aufgrund der Regenzeit, gilt der Mai noch als Nebensaison. Die Region um die Lodge ist zu dieser Zeit überschwemmt, daher werden alle Ausflüge per Boot gemacht. Tagsüber ist das Wetter aber sonnig, nur abends und in den Morgenstunden kann es regnen. 

Wir lernten unseren Guide May kennen, der seit 4 Jahren dort arbeitet. Er ist ein sehr ausgeglichener, sympathischer Typ, der den Dschungel wie seine Westentasche kennt. Uns wurden die verschiedenen Aktivitäten vorgestellt, aus denen wir uns alles aussuchen konnten, was wir wollten. Von Dschungel Hiking bis Piranha Angeln und Camping ist alles dabei. 

 

Das heisst, das Programm wird auf jeden einzelnen Gast abgestimmt. Ausserdem gibt es keine Gruppen. Jeder Gast bzw. Pärchen hat seinen eigenen Guide. Wir haben die Zeit wirklich genutzt und viel gesehen. Am ersten Nachmittag fuhren wir raus, um pinke Delfine zu sehen und den Sonnenuntergang zu geniessen.

Während der nächsten Tage haben wir so viele Tiere gesehen: Macau Papageien, Kapuzineraffen, Wooly Monkeys, Brüllaffen, Nasenbär, Leguane, Kaimane, Schlangen, Tarantulas, Piranha, Delfine und Faultiere.

 

Nach den 4 Tagen waren wir nur noch happy, so ein tolles Abenteuer erlebt zu haben. Mit May, unserem Guide, hatten wir eine tolle Zeit und das Essen war wirklich üppig und sehr lecker. 

 

Libertad Jungle Lodge => Authentisches Dschungel Erlebnis

In der Hängematte durch den Amazonas

Da wir nach Cusco (Cusco-Lima-Iquitos EUR 176 pro Person) geflogen sind, wollten wir nun mit dem Frachtschiff zurück in die Zivilisation fahren. Die Fahrt von Iquitos nach Yurimaguas dauert 3 Tage und 3 Nächte. 

 

Die Tickets für die Fahrt erhälst Du direkt auf dem Boot. Die Fahrt hat uns S. 100 pro Person gekostet, inklusive 3 Mahlzeiten am Tag. Für die Mahlzeiten benötigst Du Behälter, die in jedem Geschäft oder sogar noch auf dem Boot vor Abfahrt verkauft werden. Auch Hängematten musst Du Dir vorab besorgen. Wir haben kein Moskitonetz mitgenommen, da wir es eh nicht hatten richtig aufhängen können. Es gab aber relative wenig Moskitos. 

 

Es gibt auch Kabinen an Bord, die aber um einiges teurer sind. Durch die Hitze staut sich die Wärme in den Kabinen extrem, so dass es eigentlich angenehmer ist eine Hängematte zu haben.

 

Die Schiffe fahren meistens abends los, unser Schiff legte gegen 17:30 Uhr ab. Genug Zeit, um vorher noch Wasser (ca. 8 l für 2 Personen), Proviant (Snacks, Kekse) etc. zu besorgen. An Bord gibt es sogar eine Bar, wo Du Dir mal eine kalte Cola (S. 2,5) zur Erfrischung besorgen kannst. 

 

Es gibt an Bord 2 Decks. Wir hatten Glück, dass das obere Deck fast leer war, so dass wir nicht wie die Sardinen neben einander hängen mussten. Die Toiletten und Duschen waren überraschend sauber, jedenfalls sauberer als erwartet.

 

Wir haben unsere Backpacks mit kleinen Schlössern rund um eine Stange gekettet. Zum schlafen haben wir unsere Tagesrucksäcke nicht mit in die Hängematte genommen, wie viele das tun. Sicherheitstechnisch hatte ich stets ein gutes Gefühl. Trotzdem haben wir unser Gepäck nie aus den Augen gelassen. Einer ist immer bei den Taschen geblieben. 

 

Schlafen in der Hängematte ist erstaunlicherweise sehr angenehm. Mit Ohrenstöpsel konnte ich sogar den brummenden Motor ausblenden. Zum Glück gab es keine Party People, die meinen, die ganze Nacht laut Musik hören zu müssen.

 

Ich hatte ein bisschen Angst, dass es eine furchtbare Reise werden würde. Zum Glück wurde es aber zu einem schönen und entspannten Erlebnis.

 

Von Yurimaguas nach Tarapoto

Yurimaguas ist die Endstation der Schifffahrt. Um weiter durch den Norden Perus zu fahren, musst Du nach Tarapoto, wo es Busse in die verschiedensten Regionen gibt. In Yurimaguas gibt es keine Busse, nur sogenannte Collectivos. Die Autos sind normale PKWs und sobald es voll ist, geht's los. Uns wurden S. 20 pro Person berechnet, was für 2 Stunden echt viel ist, aber auf Handeln liessen sich die Herren leider nicht ein. 

Hast Du noch weitere Tipps zum Amazonas? Lass es uns wissen und hinterlasse einen Kommentar. Wir freuen uns darauf!