Kolumbiens Süden: Popayan, San Agustin & Bogotá

Wie sicher ist Kolumbien wirklich?

Marnix seine Mutter ist fast durchgedreht, als wir sagten, dass wir auch nach Kolumbien gehen würden. Alle denken immer, dass man an jeder Ecke erstochen werden könnte oder drogenabhängig zurück kommt 😂. Naja, ganz so schlimm ist es nicht. 

Jedoch mussten wir feststellen, dass die Kriminalität doch höher ist, als in anderen südamerikanischen Ländern. Was wir alles im Süden Kolumbiens erlebt haben, erfährst Du im neuen Blogbeitrag.

 

VIDEO: WELTREISE VLOG #27: Kolumbien - Popayan, San Agustin & Bogotá

Sicherheit in Kolumbien

Generell empfinde ich das Reisen in Südamerika als sicher. Auch in Kolumbien habe ich mich nie unsicher gefühlt. Es hilft aber auch einen Mann zu haben, der aussieht wie ein Bodyguard💪👊.

Denn ich muss ehrlich sagen, wäre ich allein unterwegs, wäre meine teure Kamera schon längst weg. Wenn ich dabei war zu Fotografien, hat Marnix die Gegend abgescannt und dabei oft junge Männer beobachtet, die sich zu sehr für meine Kamera interessierten und sich gegenseitig ummissverständliche Signale gegeben haben. Sobald diese Typen dann Marnix neben mir entdeckt haben, haben sie wohl weißlich das Weite gesucht. 

Auch etwas schockiert war ich über den Schnitt in meiner Kameratasche. Die Diebe schneiden im Gewühl auf der Straße in Rucksäcke und Taschen, um diese unbemerkt auszuräumen. Durch meine Kameratasche kam der Dieb aber nicht durch. Krass ist, dass ich es überhaupt nicht gemerkt habe und immer noch nicht weiß, wo das passiert ist.

Popayan, die weiße Stadt

Mal wieder eine weiße Stadt. Aber im Gegensatz zu vielen anderen weißen Städten, ist Popayan wirklich überwiegend weiß. Der Parque Caldas im Zentrum ist baumbestanden und ein schöner Platz zum Beobachten. Die weissen Fassaden im Zentrum leuchten besonders schön zum Sonnenuntergang, wenn alles in goldenes Licht getaucht ist. 

Auch ein schöner Ort zum Sonnenuntergang - Morro del Tulcán. Von dem Hügel hast Du einen wunderschönen Blick über die Stadt und die sanften grünen Berge. 

Popayan strahlt eine Gemütlichkeit aus, die zum Schlendern durch die kolonialen Gassen einlädt. Jedoch solltest Du auf der Hut sein. Hier wurde in meine Kameratasche geschnitten. Weiterhin haben wir ein paar Stories gehört, dass hier viele Touristen beklaut werden. 

 

Hotel Tipp: Das Alcala Colonial liegt nur 5 Minuten zu Fuß vom Zentrum entfernt und kostet pro Nacht nur um die EUR 10. Ein Schnäppchen!

Ausritt in San Agustin

Von Popayan sind wir mit einem Collectivo über die holprigen Strassen des Purace Nationalparks gefahren. Die anstrengende Fahrt dauert 6 Stunden. Mit dem Collectivo geht es nicht direkt bis nach San Agustin, sondern nur bis zu einer Kreuzung, wo aber schon Jeeps warten, die Dich nach San Agustin bringen. Dies ist auch in Deinem Ticket enthalten und kostet nicht extra. 

 

In San Agustin befindet sich eine archäologische Ausgrabungsstätte, mit Statuen in Götter- und Dämonendarstellung und stammen noch aus der Zeit um 200 v. Chr. Wahnsinn!

 

Neben dem großen archäologischen Park in San Agustin gibt es weitere Fundorte rund um den Ort, die am besten per Pferd zu erreichen sind. Du siehst dabei nicht nur die Statuen, sondern auch die grandiose Berglandschaft. Es geht über Stock und Stein, Berg auf, Berg ab und durch den Matsch im rasanten Galopp. Was ein Spaß 😀.

Du kannst diese Tour auch mit dem Jeep machen, was aber bei weitem nicht so toll ist. Der Ausritt zu Zweit mit Guide kostet COP 80.000  (EUR 22) pro Person. Wir waren zu fünft und haben nur COP 30.000 ( EUR 8) pro Person bezahlt. Zuzüglich COP 4.000 pro Person Eintritt für die Besichtigung der Statuen.

 

Der archäologische Park ist natürlich auch einen Besuch wert. Von San Agustin kannst Du die ca. 3 km laufen. Der Eintritt kostet COP 25.000 (EUR 7) pro Person.

Buntes Bogotá

Ich war sehr positiv überrascht von dieser Stadt, da sie als totales Moloch gilt. Die Strassen waren sehr sauber und lebendig. An jeder Strassenecke gibt es Händler, die Obst oder Obleas (Waffeln mit Dulce Leche) verkaufen. In den kleinen Gassen findest Du tolle Graffities sowie sehenswerte Museen.

Free Walking Tour

Immer noch die beste und günstigste Variante eine Stadt kennenzulernen. Wir haben eine Tour mit Beyond Colombia gemacht. Wir haben interessante Hintergrundinformationen zur Geschichte und Politik erfahren und dabei tolle Ecken kennengelernt. 

Ein Hingucker ist die Calle Jon del Embudo. Hier gibt es ein paar tolle Cafés und Kneipen und mein absolutes Lieblings-Graffiti. Es ist das mit dem indigenen Mann.

Toll sind auch die Rabatte und Free Tastings, die Du von Beyond Colombia bekommst.

Der Eintritt ins Emerald Museum ist umsonst und es gibt eine Kaffee-Kostprobe im Goldmuseum, was angeblich der beste Kaffee in Bogota sein soll 🤔.

Museen

Wir haben uns das Goldmuseum angeschaut, welches ein paar tolle Stücke beherbergt. Hier geht übrigens die Beyond Columbia Walking Tour los.

Der Eintritt kostet COP 4.000 (EUR 1) pro Person, außer am Sonntag, dann ist der Eintritt umsonst. Und zum Schluss gibt es eine Kaffee Kostprobe im hauseigenen Café.

 

Das Emerald Museum liegt quasi neben dem Goldmuseum. Der Eintritt zum Emerald Museum kostet normalerweise COP 5.000 (EUR 1,40) pro Person. Mit dem Bändchen von der Free Walking Tour ist der Eintritt umsonst. Ein Guide führt durch die kleine Ausstellung von tollen Smaragden.

 

Das Museo de Arte Moderno ist sogar gratis. Besonders interessant sind die Werke von dem bekannten Künstler Fernando Botero. Er hat die Eigenart Menschen und Gegenstände überproportioniert darzustellen. Das Museo de Arte Moderno ist dienstags geschlossen.

Ausblick vom Monserrate

Hoch oben auf dem Berg Monserrate hast Du einen tollen Ausblick über die Stadt. Wenn Du nicht mit dem Cable Car fahren willst, dann nimm den Wanderweg hoch. Der Wanderweg ist dienstags geschlossen. Andernfalls bringt Dich ein Cable Car für COP 19.000 pro Person hoch und wieder runter. Geh am besten am Sonntag, dann kostet die Fahrt mit dem Cable Car hin- und zurück nur COP 11.000. 

Freizeit-Spar-Tipp:

Und wenn Du mal kein Bock auf Museum und Co. hast, dann geh einfach ins Kino. Denn das ist hier besonders günstig. Für die Erstaufführung eines Filmes haben wir COP 10.000 (EUR 2,80) pro Person bezahlt. Ein normaler Film, der schon länger läuft, ist sogar noch günstiger. Und das beste, die Filme sind in Originalsprache auf Englisch.

Food Diary Bogotá

Obleas: Man nehme zwei kreisrunde Waffeln und beschmiert sie mit Dulce Leche. Ein süßer Snack für ab COP 1.000 (EUR 0,30). Die Dulce Leche Variante lässt sich noch mit Himbeer-Marmelade oder anderem Süsskram aufpeppen.

 

Ajiaco: Dies ist eine Art Eintopf mit drei verschiedenen Kartoffelsorten, einem Maisstück, Hühnchen und Kapern. Schmeckt verdächtig nach Hühnerfrikassee, und das kann meine Omi am besten😉.

 

Bandeja Paisa: Dieses Gericht besteht aus verschiedenen Fleischstücken, Rinderhack, Schweinebauch, Chorizo, Spiegelei und Bohnen. Eine Mahlzeit für einen richtigen Kerl💪😁.

 

Chicha: Dies ist ein fermentiertes Maisgetränk von indigenischer Herkunft. Da die Kolumbianer die indigenischen Völker früher unterdrückt haben, war dieses Getränk sogar eine Zeit lang verboten, so dass ein reger schwarzer Handel entstand. Dies führte dazu, dass Chicha zu einer Art Kultgetränke wurde.

 

La Florida: Eine weitere kulinarische Eigenart der Kolumbianer ist, Käsestückchen in den Kaffee oder heiße Schokolade zu tunken. Die Kolumbianer mögen es anscheinend, wenn der Käse dann so weich und quitschig wird. Am besten probierst Du das im Café Pastelería La Florida, das sich in der belebten Carrera 7 nur 700m vom Golmuseum entfernt befindet. (Karte)

 

Arte y Pasión Café: Dieses Café ist eine Barista Schule. Vor Deinen Augen wird der Kaffee schwungvoll zubereitet. (Karte)

Hast Du noch weitere Tipps zu Bogotá und Co.? Lass es uns wissen und hinterlasse einen Kommentar. Wir freuen uns darauf!