Eine Reise durch Australien

Vor einer so weiten Reise steht erstmal viel Recherche an. Die Fragen sind doch immer die gleichen:

Wie komme ich von A nach B?

Autokauf oder Automiete?

Was gibt es zu erleben und wie viel wird das ganze ungefähr kosten?

 

Einige Fragen kann ich Dir beantworten. Entweder Du blätterst Dich durch meine Blogartikel und Vlogs oder Du kontaktierst mich unter info@aarts-fotografie.de, falls Du hier nicht fündig wirst.

inhaltsübersicht

Autokauf in Australien

1.  Die Autosuche

Auf der Webseite www.gumtree.com.au Du allerhand PKW´s, Camper, Trailer, Caravans und vieles mehr. Es gibt aber oft sehr alte Anzeigen und viele werden nicht gelöscht, auch wenn das Auto bereits längst verkauft ist. Leider bekommst Du auch oft gar keine Rückmeldung.

 

Auch die Webseite www.car4backpacker.com.au bietet Fahrzeuge zum Verkauf an, aber Du findest hier viele Fahrzeuge, die auch schon auf gumtree angeboten werden.

 

Besonders interessant in Western Australia ist die Webseite www.quokka.com.au, welches die regionale Zeitung ist.

 

Der Camper und Autovermieter Travellers Autobarn bietet auch Fahrzeuge zum Kauf an, mit einer Rückkaufgarantie, daher sind die Kaufpreise aber auch recht hoch.

 

Auf den sogenannten „car markets“ kannst Du das Fahrzeug gleich auf Herz und Nieren prüfen und mit dem Verkäufer einen angemessenen Preis aushandeln. Es gibt aber eigentlich nur einen guten „car market“ und zwar in Sydney im Stadtteil Kingscross. Es gibt auch einen „car market“ in Fremantle (samstags), aber dieser ist recht übersichtlich.

Location: Kreuzung Beach Street und Parry Street von 09:00 bis 16:00.

 

Es ist zwar beschwerlich, aber das Abklappern von Hostels ist immer noch die effektivste Variante, um an Verkäufer ran zu kommen. Je nach Datum kannst Du alte Anzeigen links liegen lassen und nur die aktuellen kontaktieren.

 

Mein Tipp: Lass Dich nicht von einfachen, handgeschriebenen Zetteln abschrecken. Es sieht zwar unprofessionell aus, aber meistens steckt einfach ein Verkäufer dahinter, der nicht so internetaffin ist.

 

2. Auto Check

Wenn Du nicht ausgerechnet Automechaniker bist, dann kannst Du wahrscheinlich gerade mal Öl nachfüllen. Aber auch mit einem ungeschulten Auge kannst Du ein fahrtüchtiges Auto von einer Krücke unterscheiden. Mit der Checkliste vom ADAC kannst auch Du, als Laie, einen Vorab-Check machen, ob das Fahrzeug überhaupt in Frage kommt.

 

Viele empfehlen unbedingt einen Check in der Werkstatt machen zu lassen, bevor das Auto gekauft wird. Aber mal ehrlich, wer macht das? Erstens brauchst Du dafür einen Termin und zweitens kosten solche Checks bis zu AUD 120.

Am besten checkst Du Facebook Gruppen, die sich auf Australien Reisen beziehen. Oft gibt es Backpacker, die sich als Mechaniker ein bißchen Geld dazu verdienen.

 

3. Autokauf

Wenn das Auto dann erst einmal gefunden ist, muss es schnell gehen. Aber wie kommst Du mal eben an AUD 4000 oder AUD 5000 ran. Viele Bankautomaten fangen dann an zu spinnen, je nach dem, welches Kartenlimit Du hast. Am besten eröffnest Du gleich ein australisches Konto (Commonwealth monatliche Bankgebühr AUD 4), dann kannst Du die gewünschte Summe ohne Probleme abheben. Ausserdem sparst Du so teure Bankgebühren beim Geld abheben mit Deiner Kreditkarte.

 

Auch Strafzettel oder Diebstahl sind ein Thema keim Autokauf, denn alles läuft über das Auto. Ob noch Strafzettel offen sind oder das Auto gestohlen ist, kannst Du online vorab gebührenpflichtig prüfen. Für jedes Bundesland gibt es verschiedene Webseiten.

Für die Prüfung benötigst Du das Kennzeichen (Registration) und die Fahrgestellnummer (Chassis). Wäre es umsonst gewesen, hätten wir das sicher gemacht 😀.

 

Es wird empfohlen ein Road Worthy Certificate beim Kauf zu verlangen, dies ist der obligatorische Sicherheitscheck des Fahrzeugs und sozusagen das Tüv Zertifikat. Aber nicht jeder Verkäufer kann dies vorzeigen, denn in Western Australia ist das Road Worthy Certificate nicht Pflicht.

 

4. Registrierung

Sobald der Autokauf abgewickelt ist, bist Du nur noch einen kleinen Schritt vom offiziellen Halter entfernt. Im Department of Transportation kannst Du Dich als Halter des Fahrzeugs registrieren lassen. Dazu benötigst Du nur den Kaufvertrag, Deinen Pass und die Stampduty fee. Diese Gebühr beträgt je nach Bundesland 2-6 % vom Kaufpreis. Wenn Du Geld sparen möchtest und der Verkäufer auch einverstanden ist, kannst Du auf dem Kaufvertrag einen günstigeren Kaufpreis angeben 😉

 

Wenn Du keine Wohnanschrift hast, dann ist es sinnvoll persönlich zur DOT (Department of Transportation) zu gehen, ansonsten kannst Du auch alles online abschließen und bekommst dann eine Bestätigung per Post zugeschickt.

 

5. Versicherung

Du solltest auf jeden Fall eine sogenannte Third Party Versicherung abschliessen. Damit bist Du versichert, falls bei einem Unfall andere Personen zu Schaden kommen. Ich denke, dies ist die wichtigste Versicherung beim Autokauf.

Die günstigste Versicherung (AUD 21 pro Monat) haben wir über unsere Bank Commonwealth gefunden. Einfach in die Bank gehen und abschliessen!

 

Du kannst auch noch eine Haftpflicht Versicherung für Sachschäden (Third Party Property Insurance) und eine Vollkasko abschliessen. Beides haben wir nicht gemacht, da sich eine Vollkasko für ein 20 Jahre altes Auto eh nicht lohnt.

Camping

Es gibt die verschiedensten Campingplätze. Stellplätze ohne Strom in Caravanparks mit Küche und Duschen kosten in der Regel ab AUD 30. In Orten, abseits vom Tourismus, gibt es auch mal einfache Caranvanparks für nur AUD 20.

 

Bushcamps liegen oft abseits der Strassen und sind über ungeteerte Wege zu erreichen. Oft liegen diese Bushcamps an wundervollen Stränden und Buchten. Die Bushcamps haben immer eine Toilette, aber das war es auch. Oft gibt es einen Hausherren, der sich um den Campingplatz kümmert oder eine Box, wo das Geld rein geworfen wird. Meistens kostet eine Nacht AUD 10 pro Person, was ich eigentlich sehr teuer finde. 

 

Kostenlose Bushcamps (im Visitor Center nachfragen):

Cosy Corner Beach nähe Albany (soll aber ab 2017 kostenpflichtig sein)

Fishery Bay Port Lincoln

Great Otway Nationalpark 

 

Campen kannst Du aber auch auf jedem Rastplatz. Es gibt sogenannte 24h Rastplätze, manchmal mit Toiletten, wo es offiziel erlaubt ist zu campen. 

 

Auch Parkbuchten am Strassenrand bieten sich für eine Übernachtung an. Dies ist natürlich mehr für abenteuerlustige geeignet, denn es gibt keine Toiletten oder sonstige Annehmlichkeiten.

 

Wenn Du wild camping machts, dann lass Dich nicht vom Ranger erwischen. Am besten ist spät kommen und früh wieder weg fahren. Wenn  Du erwischt wirst, kann das bis zu AUD 500 kosten. Um das zu vermieden, solltest Du ausschliesslich ausserhalb von Ortschaften campen. 

Nationalparkpässe

Um die Nationalparks in Australien betreten zu dürfen, musst Du eine Parkgebühr bezahlen. In der Regel liegt die Gebühr bei AUD 10 - 12 pro Fahrzeug. Es gibt Parkpässe, mit denen Du alle Parks betreten kannst, ohne jedesmal bezahlen zu müssen. 

 

Welcher Nationalpark Pass lohnt sich wirklich?

 

Western Australia:

Der WA Parkpass für 4 Wochen zum Preis von AUD 44 lohnt sich wirklich!! Allein für einen mehrtägigen Aufenthalt im Cape Range Nationalpark beim Ningaloo Reef lohnt sich der Kauf des Passes, denn pro Tag kostet der Eintritt AUD 12 pro Fahrzeug.

 

Wir haben folgende Parks besucht:

Yanchep Nationalpark AUD 10

Pinnacles AUD 10

Kalbarri Nationalpark AUD 12

Cape Range Nationalpark AUD 12

Serpentine Nationalpark AUD 12 (Park lohnt keinen Besuch)

Cape le Grande Nationalpark AUD 12

 

Lediglich das Monkey Mia Reserve ist im Pass nicht inkludiert. 

Der Pass ist in jedem Visitor Center erhältlich!

 

South Australia:

Der Holiday Pass kostet AUD 40 und gilt für 2 Monate, aber Flinders Chase Nationalpark und Kangaroo Island sind nicht mit inbegriffen. Allein deswegen lohnt sich der Pass nicht. Es gibt noch einen anderen Pass für AUD 90 gültig für 12 Monate, wo der Flinders Chase Nationalpark inkludiert ist, aber so etwas lohnt sich nur für locals.

 

 

Free Wifi

Free Wifi gibt es fast überall. In vielen Städten gibt es oft im Zentrum Wlan Hotspots ohne Passwort. Viele Visitor Center haben eine Liste mit kostenlosem Wifi bzw. kannst Du im Visitor Center kostenlos das Wifi nutzen. Ein Stop beim Visitor Center bei Ankunft lohnt sich eh immer. Zum Arbeiten ist die Bibliothek super geeignet. Du hast einen Arbeitsplatz mit Steckdosen, free Wifi und Ruhe.

 

Einige Anlaufpunkte:

Perth Elizabeth Quay

Dôme Cafe Kette

Marina Port Denison

 

Mandurah Marina und Arts&Performe Center

Norseman BP Tankstelle

Ceduna BP Tankstelle

Adelaide CBD

Apollo Bay City Center

Essen und Trinken

Die Lebensunterhaltungskosten in Australien sind recht hoch, daher lohnt es nach Specials Ausschau zu halten. Hier sind ein paar Tipps, um gut und günstig zu essen.

 

Menü Specials:

Cervantes: AUD 20 Rabatt auf die Seafood Platter for 2 (Normalpreis AUD 100), wenn Du auf dem RAC Campingplatz übernachtest.

Busselton: The Ship - Dienstag Steak Night für AUD 16,90

Perth: Mustang Bar - Donnerstag Beer and Burger für AUD 5 (Freunde meinten, dass es gut ist)

           Broken Hill Hotel/Victoria Park - Mittwoch 2 Gerichte zu einem Preis

Port Lincoln: Tasman Hotel - Montag Seafood Lunch und Dinner AUD 12, es gibt weitere Specials für jeden Wochentag

 

Rabatt auf Bier, Wein und Cider:

Bei jedem Einkauf bei Coles erhälst Du mit dem Kassenbon einen Rabatt auf ausgewählte Biere und Weine.

 

Weinverkostung:

Es gibt unzählige Weingüter in Australien, wo Du Dich kostenlos durch die australischen Weine probieren kannst. In der Regel sind Weinverkostungen immer kostenlos. 

 

Supermärkte:

Coles und Woolworth gibt es an fast jeder Ecke in größeren Städten. Das Angebot ist groß und vielfältig, aber auch teuer. Unsere Entdeckung ALDI...All die schönen Sachen😉 Endlich gibt es hier mal Produkte für unter AUD 1. So acht einkaufen auch sofort wieder Spass. Für einen Wocheneinkauf geben wir bei Aldi ca. 30% weniger aus, als bei Coles und Woolworth.

Aldi gibt es besonders oft in South Australia, Victoria und New South Wales. 

Die IGA sind öfter in kleineren Gemeinden zu finden, recht teuer, aber es gibt mehr lokale und frische Produkte.